Mittwoch, 19. September 2012

Beziehungen

Vitamin-B! Das ist es was man braucht um an seinen Traumberuf zu kommen, so hat man es mir schon oft erzählt. Und das glaube ich sogar. Ich glaube Vitamin-B brauchen nicht nur Leute, die einen Job wollen. Vitamin-B braucht jeder um ein gesundes Leben führen zu können.
Jeder braucht Beziehungen, Menschen um sich herum, mit denen er reden kann und für die er sich interessiert, so wie sie sich für ihn interessieren.
Das ist nicht immer so leicht. Interesse zu zeigen, für eine Beziehung zu kämpfen. Manche Menschen haben große Schwierigkeiten damit Beziehungen aufzubauen, andere sind geradezu Beziehungsunfähig, wieder andere scheinen im Handumdrehen neue Freunde zu haben.

Mir macht es Spaß mir selbst und anderen dabei zuzusehen, wie Beziehungen und Freundschaften sich verändern. Ich kann einer Mitschülerin immer aushelfen wenn sie etwas benötigt, irgendwann unterhalten wir uns und es entsteht eine Freundschaft. Es ist ein Prozess. Und es ist eine Entscheidung für oder gegen einen Menschen.
Ist dein Lehrer für dich von vornherein „gestorben“ oder schaust du ihn dir mal genauer an. Fragst ihn mal zu seiner Sicht der Dinge, traust dich und zeigst Interesse oder hast du Angst zum Streber deklariert zu werden?
Ich habe so viel Freude daran, wenn ein Mensch mir sein Vertrauen entgegen bringt. Wenn eine verschlossene Freundin plötzlich etwas ehrliches erzählt, was ich nicht von ihr erwartet hätte. Wenn ich sie plötzlich mit ganz anderen Augen zu sehen lerne, sodass ich irgendwann nicht mehr weiß, ob sie sich verändert hat oder ob ich sie endlich kennen lernen durfte.

Ich habe schon immer einen Hang dazu gehabt auch zu höher gestellten Autoritäten eine Beziehung aufzubauen und zu pflegen. Ich halte das für sehr lehrreich. Immer wieder stelle ich mir die Frage: Was ist das für ein Mensch hinter dieser Fassade. Oder: Was kann ich von dieser guten Pädagogin noch lernen? Was ist ihr Erfolgsrezept, woher nimmt sie diese Lebensfreude mit der sie ihre Schüler ansteckt? Manchmal ist es auch einfach nur die Sympathie auf dem ersten Blick, die mich dazu bringt auch mal ein persönliches Gespräch mit Menschen zu führen, mit denen ich eigentlich nichts zu tun habe/haben sollte/haben muss.

Ich glaube, wenn wir nicht so auf Etikette und Ränge, bzw. bestehende Ordnung achten und bestehen würden, sondern darüber wegsehen und uns mehr miteinander beschäftigen würden, wäre das Miteinander sehr viel interessanter.
Ich stelle mir auf diesem Weg Unterricht spaßhafter und somit effektiver, weil er Interesse weckt und Firmen weniger grau und anonym vor.
Gegenthese?!

1 Kommentar:

  1. hey nora, irgendwie stimmt das. wir können wirklich von jedem etwas lernen :)

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